Montag, 19. Dezember 2011

Vom Anleger zum Trader?

Als ich meine ersten Aktien kaufte, wollte ich sie langfristig halten. Wir kennen ja Aussagen wie: „Hätten Sie vor vierzehn Jahren 10.000 Euro in Porsche-Aktien angelegt, würden sie heute auf 270.000 Euro sitzen.“  Davon träumt wahrscheinlich jeder. Vor Jahren habe ich im Editorial eines Finanzmagazins gelesen, dass der Einstiegszeitpunkt beim Aktienkauf egal sei, da Aktien ja „langfristig immer steigen“. So ein Schmarrn. Wenn ich die Aktien für meine Urenkel kaufe, ja, dann dürfte der Kaufzeitpunkt egal sein. Aber ich bin egoistisch und will selber was von meinem Geld haben. Und dummerweise gab es in der Börsengeschichte Phasen, wo 20jähriges Halten kaum Kursgewinne brachte. Abgesehen davon, dass die Vergangenheit keine Schlüsse auf die Zukunft erlaubt. Deswegen beginne ich, am langfristigen Anlegen zu zweifeln. Wenn ich nach ein paar Monaten irgendwo hundert Euro Gewinn habe, verkaufe ich – zu oft haben sich Papiergewinne in Papierverluste verwandelt. Lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Verwandle ich mich vom Anleger zum Trader?  

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