Samstag, 11. Oktober 2014

Heimlich, still und leise: Das Motley Fool kommt nach Deutschland

Habt ihr eigentlich schon Fool.de entdeckt, die neue deutschsprachige Seite des Motley Fool? Sie steckt noch total in den Kinderschuhen und hat noch keine hundert Likes auf Facebook... Auch wenn man nach "Motley Fool" und "Deutschland" googelt, findet sich praktisch gar nichts, daher mein Titel "heimlich, still und leise".

Ich bin ja grosser Fan des US-amerikanischen Originals, aber die deutsche Filiale hat noch viel, viel Arbeit vor sich, wenn sie ein Angebot entwickeln will, das auch nur halb so interessant ist wie die US-Seite. Teilweise wird offenbar auch mit Übersetzungen gearbeitet.

Man kann davon ausgehen, dass das Motley Fool früher oder später einen deutschen Börsenbrief anbieten will. Für den deutschen Markt müssten sie natürlich auch und gerade deutsche Aktien empfehlen. Und hier sehe ich das Problem: Während das Fool in den USA unglaubliche Erfolge vorweisen kann, werden die deutschen Kollegen ohne jeden Track Record an den Start gehen müssen. Will sagen: In den USA kann The Motley Fool damit werben, dass sie schon vor Jahren Netflix oder Amazon empfohlen haben. In Deutschland hingegen ist TMF neu.

Bin gespannt, wie sie dieses Problem lösen. Vielleicht mit einem Börsenbrief, der gleichzeitig amerikanische und deutsche Aktien empfiehlt?

Montag, 6. Oktober 2014

Wer kauft eigentlich...

...so ein unsinniges Investment wie Rocket Internet, nur um es nach einem oder zwei Tagen mit Verlust zu verkaufen?  :)

Naja, so was ähnliches soll ja auch nach der Facebook-IPO passiert sein, und Facebook ist ja dann richtig durchgestartet. Also am besten gleich nachkaufen bei Rocket Internet! (VORSICHT, IRONIE! Um Max Otte zu zitieren: "So eine Aktie würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen.")



Sonntag, 7. September 2014

Nachtrag zu First Sensor

Lieber Peter, dein letzter Post zu First Sensor hätte wirklich etwas ausführlicher sein können. So hättest du unbedingt erwähnen müssen, dass es sich mit Sicherheit nur um ein Pflichtangebot handelt: Wenn jemand die Schwelle von 30 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals einer Gesellschaft erreicht, zwingt ihn das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz dazu, ein Angebot zu machen, obwohl er womöglich gar nicht die ganze Firma kaufen will. 

Du hättest nur Wikipedia lesen müssen: „Ist der Anbieter, der ein Pflichtangebot zu unterbreiten hat, an der Übernahme weiterer Aktien nicht interessiert, erfüllt er also nur seine ihm nach dem WpÜG obliegende Pflicht, wird er sein Angebot am Mindestpreis orientieren.“ Genau dies ist bei First Sensor geschehen, lieber Peter. Die haben dir keinen höheren Preis geboten, weil sie deine Aktien gar nicht wollen, es sei denn, du begnügst dich mit dem lächerlichen Mindestpreis.

Soweit mein selbstkritischer Brief an mich selbst. Bin gespannt, wo der Aktienkurs nach Ende des Übernahmeangebots hingeht.