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Dienstag, 7. Februar 2012

Warum lieben Goldhändler Papiergeld?

Es ist schon erstaunlich, in wie vielen Online-Shops man heutzutage Gold- und Silbermünzen kaufen kann. Zugegeben: auch ich habe schon ein paar Philharmoniker, Eagles und Maple Leafs gekauft. Mehr so aus Jux. 
  
Man fragt sich allerdings folgendes: Wenn unser Papiergeld tatsächlich so gefährdet ist und nur Edelmetalle Sicherheit bieten, warum verkaufen die Münzhändler dann ihre Münzen für angeblich so inflationsgefährdete Euros? Vielleicht, weil sie die Münzen vor Jahren spottbillig eingekauft haben? Vielleicht  – aber nicht immer. Nicht mal ein Grosshändler kann 2011 geprägte Silver-Eagles zum Preis von 2005 einkaufen.

Da Münzhändler also Geld gegen Gold und Silber akzeptieren, kann Geld so schlecht nicht sein. Also die Frage: Was machen die Münzhändler mit ihren Gewinnen? Aktien kaufen? Ackerland? Immobilien? Das würde mich wirklich mal interessieren...     

Donnerstag, 12. Januar 2012

Reich mit Silber und Thorsten Schulte?

Ich gestehe: seit Herbst 2010 bin ich stark an Silber interessiert. Den Auslöser gab Dirk Müller mit seinem empfehlenswerten Buch „Crashkurs“ und einer Anspielung auf die Gold-Silber-Ratio. Im historischen Durchschnitt, heisst es, konnte man mit 15 Unzen Silber eine Unze Gold kaufen.  Heute müsste man dafür rund 54 Unzen Silber hinlegen – ein Indiz, dass Silber unterbewertet ist? Im Deutschen Anleger-Fernsehen bin ich auf den Silberexperten Thorsten Schulte gestossen, der in nicht ferner Zukunft einen Silberpreis von 100 Dollar pro Unze prognostiziert. Ich halte Schulte für genauso seriös wie Dirk Müller oder Max Otte (ich erwähne dies, weil das DAF manchmal richtig haarsträubende „Experten“ ausgräbt, darunter einen ehemaligen Gärtner).

Ich spiele mit dem Gedanken, die Einladung zum Zocken anzunehmen und für 100 Euro Call-Optionen auf Silber zu kaufen, Basispreis: 50 Dollar, Fälligkeit: Ende 2013. Im Augenblick des Schreibens würde ich für 100 Euro 52 Optionen erhalten. Jede Option gäbe mir das Recht, Ende 2013 eine Unze Silber zum Preis von 50 Dollar zu kaufen. Der Wert der Optionen ergibt sich also aus dem Silberpreis am Stichtag minus 50 Dollar. Liegt der Silberpreis bei 50 Dollar oder darunter, verfällt der Optionsschein wertlos. Liegt Silber tatsächlich bei 100 Dollar, wäre jeder Optionsschein also 50 Dollar wert, aus den eingesetzten 100 Euro könnten 2600 Dollar werden. Wer braucht da noch ein Spielkasino mit Roulette-Tisch?

Optionen sind Spekulation, Wetten auf einen zukünftigen Preis. Das Risiko des Totalverlustes ist extrem hoch. Man sollte also nur Beträge einsetzen, deren Verlust man verschmerzen kann. Wer in Silber investieren will, kann z.B. Aktien von Minenbetreibern kaufen. Silver Wheaton ist bei Investoren besonders beliebt.