Samstag, 21. März 2015

Kleiner Post für Rico

Neulich schrieb ich, ich hätte kein Problem damit, bestimmte Aktien „über mehrere Jahre zu halten“. Dies provozierte einen Kommentar des Blogger-Kollegen Rico, den ich hier mal kurz wiedergebe: „Musst du da nicht selbst über dich lachen? Von allem was ich bisher in deinem Blog von dir gelernt habe, ist eines gewiss: Du hältst nichts über mehrere Jahre, stellst deine Entscheidung in dem Moment in Frage, wenn es gegen dich läuft und hast immer noch keine Strategie“.

Tja, Rico, da ich sehr schreibfaul geworden bin, magst du den Eindruck haben, dass ich noch die gleichen Fehler mache wie 2012 und 2013. Dass ich nach wir vor Fehler mache, logisch. Und meine Strategie mag immer noch diffus sein.

Aber nachdem ich oft und ausführlich über meine Fehler schreibe, will ich jetzt mal ein bisschen angeben. Du glaubst, ich bin nicht in der Lage, Aktien mehrere Jahre zu halten? Gut, vielleicht schaffe ich keine zehn Jahre. Vielleicht nicht einmal fünf Jahre. Irgendwann werden Gewinne so hoch, dass es einen in den Fingern juckt, zu verkaufen. Aber ich bin nicht mehr der hyperaktive Hin-und-Her-Trader, der nach ein paar Monaten verkauft, wenn er mal 10 oder 20 Prozent Gewinn mitnehmen kann.

Also:

Bei BB Biotech habe ich derzeit 149 Prozent Gewinn, ich halte die Aktie seit knapp einem Jahr. Früher hätte ich spätestens bei 50 Prozent Gewinn verkauft, wahrscheinlich sogar früher.

Bei Apple habe ich 94 Prozent Gewinn, ich halte die Aktie seit 2012.

Bei Sierra Wireless habe ich 120 Prozent Gewinn, ich halte die Aktie seit Oktober 2013.

Mit Whole Foods Market habe ich 80 Prozent Gewinn, ich halte die Aktie seit Juli 2014.

Damit sich das ganze nicht zu angeberisch anhört, füge ich keine weiteren Beispiele hinzu. Ausserdem laufen die Börsen ja derzeit so gut, dass es kaum einen Anleger geben dürfte, der keine solche Liste zusammenstellen kann. Und bei den US-Aktien spielt ja auch der starke Dollar eine grosse Rolle.

Fazit: Ich habe meinen Blog begonnen, um auch und gerade über meine Fehler zu schreiben. Der grösste Fehler war mangelnde Geduld. Und ich muss feststellen, dass ich in dieser Hinsicht ganz nette Fortschritte gemacht habe. Was nicht heissen soll, dass ich beim nächsten Crash nicht vielleicht denke: „Mensch, hättest du nur ein paar Gewinne mitgenommen!“

Freitag, 20. Februar 2015

Drei Wetten auf den Ölpreis

Dass der Ölpreis nachhaltig auf so niedrigem Niveau verharrt, kann ich mir einfach nicht vorstellen.  Ich habe mir schon überlegt, ob ich über ein Zertifikat auf eine Erholung des Ölpreises spekulieren soll, aber als Aktienfan habe ich eine andere Entscheidung getroffen und mal wieder Aktien gekauft. 

Hier die Transaktionen:

Statoil habe ich bereits am 16.12. gekauft, die Aktie ist seither gut 30 Prozent gestiegen.

Core Laboratories kaufte ich am 19. Januar, ist seither rund 15 Prozent gestiegen.

National Oilwell Varco am 28. Januar, ist knapp 2 Prozent gefallen.


Im Prinzip habe ich kein Problem damit, alle drei Unternehmen mehrere Jahre zu halten. Sollte ein steigender Ölpreis zu hohen Kursgewinnen führen, werde ich zumindest Statoil verkaufen. Seien wir doch ehrlich: die Kurse von Ölkonzernen und anderen Rohstoffunternehmen gehen ständig rauf und runter. 

Samstag, 17. Januar 2015

Mein erster ETF-Sparplan

Und wieder im Twitter-Stil:

Habe gerade meinen ersten ETF-Sparplan abgeschlossen, MSCI World von ComStage. Relativ niedrige Summe jeden Monat. Möchte das ganze 20 Jahre lang durchhalten. Ist als Ergänzung zum Stockpicking gedacht.